Miles Davis – Autobiographie + Quincy Troupe – Mein Freund Miles

Die beiden Bücher, die ich hier heute vorstellen möchte, habe ich mir schon vor vielen Jahren zugelegt. Jetzt habe ich sie beide mal wieder gelesen.

Miles Davis Bücher

Die Originalausgabe der Biographie von Miles Davis erschien 1989.
Miles Davis erzählte seine Geschichte in den Jahren zuvor Quincy Troupe. Auf Troupe gehe ich weiter unten noch etwas genauer ein.

Miles Davis Biographie

Miles Davis ist einer der berühmtesten und auch einflussreichsten Jazzmusiker aller Zeiten.
Er änderte im Laufe seiner Karriere mehrfach seinen Stil und gab damit nachfolgenden Generationen immer wieder neue Impulse. Der Jazzrock zum Beispiel ist direkt auf Miles Davis zurückzuführen.

In seiner Biographie erzählt Miles Davis in seiner eigenen Sprache, die von Quincy Troupe sehr gut zu Papier gebracht worden ist sein Leben mit allen Höhen und Tiefen. Von beiden gab es mehr als genug. Neben seinen hart umkämpften Erfolgen hatte Davis auch lange Zeit mit exzessiven Drogen – und Alkoholproblemen zu kämpfen. Noch dazu wuchs er in einer Zeit auf, in der Schwarze in den USA noch wesentlich mehr diskriminiert wurden, als das heute oft immer noch der Fall ist.
Dieses Buch erzählt auch die Geschichte und Entwicklung des Jazz und auch viele seiner berühmten Musiker (Louis Armstrong, Dizzy Gillespie, John Coltrane, Julian „Cannonball“ Adderley, Bill Evans, Art Farmer, Duke Ellington … um nur einige zu nennen).

Miles Davis nimmt dabei kein Blatt vor dem Mund. Und so berichtet er auch über seine Abneigung (weil sie in seinen Augen nicht spielen konnten) gegen bestimmte Musiker. Steve Miller oder auch  McCoy Tyner gehören zB. dazu. Auch auf  seinen Konsum der verschiedensten Drogen und der Probleme, die ihm dadurch entstanden sowie seiner sexuellen Ausschweifungen geht Davis in seiner Biographie ein.
Von 1975 bis 1980 war Davis so tief im Drogensumpf versunken, dass er sein Instrument nicht mehr anfasste. Er übte nicht einmal mehr. Viele haben ihn zu dieser Zeit abgeschrieben. Doch wie so oft  in seiner Karriere hat sich Miles Davis wieder hochgekämpft , wurde clean und auch wieder sehr erfolgreich. Bis zu seinem Lebensende nahm er keine Drogen mehr, trank keinen Alkohol und gewöhnte sich schließlich auch das Rauchen ab.

In seiner fast 50-jährigen Karriere hat Miles Davis auch sein musikalisches Radar immer schweifen lassen. So war zB. eine Zusammenarbeit mit Jimmy Hendrix geplant. Leider verstarb Hendrix dann vor einem geplanten Treffen. Was dabei wohl herausgekommen wäre???
Den inzwischen auch verstorbenen Musiker Prince hat Davis ebenfalls sehr geschätzt. Auch hier kam es bis auf ein paar Stücke leider zu keinem Album.
Miles Davis wurde mit dem Bebop berühmt und hat Jazzstile wie den Hardbop, Cool Jazz, den modalen Jazz und natürlich den Jazzrock maßgeblich mit entwickelt.
Die Biographie wird durch viele Bilder abgerundet.
Obwohl es natürlich noch sehr viel mehr zu erzählen gäbe, möchte ich es hierbei belassen.

Wer mehr über das äusserst interessante Leben des Miles Davis und auch der Geschichte des Jazz erfahren möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
Das Buch gibt es nur noch auf dem Gebrachtmarkt für ein paar Euro zu haben. Z.B. hier.

Miles Davis ist sowohl als Bandleader, als auch als Sideman auf vielen Aufnahmen zu hören.

Empfehlenswert sind zB. folgende Alben (neben vielen anderen):

Milestones
Workin‘ with the Miles Davis Quinte
Birth of the Cool 
Sketches of Spain 
Bitches Brew 
We want Miles 

Und natürlich eins der berühmtesten Jazzalben überhaupt:

Kind of Blue

Als Ergänzung zu der Biographie möchte ich noch das folgende Buch empfehlen:

Quincy Troupe - Mein Freund Miles

Quincy Troupe, der die oben genannte Biographie von Miles Davis nach vielen Gesprächen mit ihm geschrieben hat, ist ein amerikanischer Autor, der als Dichter, Redakteur, Publizist und Hochschullehrer (Professor für Literatur) tätig war. Er beschreibt in diesem Buch, wie er Miles Davis das erste Mal als Heranwachsender live gesehen hat, wie er später dann ein Interview mit ihm geführt hat, in dem die beiden sich zu schätzen lernten und wie es dann dazu kam, dass er schließlich die Biographie geschrieben hat. Er beschreibt seine Freundschaft zu Davis, der alles andere als ein einfacher Mensch war, ja sich teilweise wie ein … benommen hat. Troupe geht auch auf einzelne Alben ein, was er bei der Musik von Davis empfand und was die Musik und die Person Miles Davis in der damaligen Zeit für junge Schwarze bedeutete.
Die Freundschaft der beiden hat trotz diverser Schwierigkeiten, die Davis aufgrund seiner Persönlichkeit immer wieder machte, bis zu Miles Davis Tot am 28. September 1991 gehalten.

Auch dieses Buch gibt es nur noch auf dem Gebrauchtmarkt.  Z. B. hier.

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